SONGTEXT

„Sowieso“ von Mark Forster

 

Ey stranges, kleines Leben

Verläuft auf Seitenwegen

Ich such' die Mitte, doch mein Glück liegt meist daneben

So selten Flugrakete, bin mehr so Zugverspätung

Doch die Ernte kommt immer man, es ist gut gesät und

Ich hab kein Stress mit warten

Geh' auch durch schlechte Phasen

Ich bin geduldig und nehme zum Schluss die besten Karten

Und fällt der Jenga Turm, egal gib' mir Verlängerung

Halt neuer Plan dann, denn Leben ist Veränderung

 

Egal was kommt, es wird gut, sowieso

Immer geht 'ne neue Tür auf, irgendwo

Auch wenn's grad nicht so läuft, wie gewohnt

Egal, es wird gut, sowieso

 

Verrückte, bunte Reise

Mal Tinnitus und mal leise

Der Bizeps wächst, vom Steuerrad-Rumgereiße

So selten fitte Planung, bin mehr so dritte Mahnung

Doch immer sicher im Gemetzel, dank der schicken Tarnung

Ich schätze Wegbegleiter, auch wenn alles seine Zeit hat

Mal elf Freunde, dann doch One-on-One Karatefighter

Und steigt der Sendeturm bleibt immer die Erinnerung

Halt neuer Plan, dann den Blick nach vorn, Stück Linderung

 

Egal was kommt, es wird gut, sowieso

Immer geht 'ne neue Tür auf, irgendwo

Auch wenn's grad nicht so läuft, wie gewohnt

Egal, es wird gut, sowieso

Egal was kommt, es wird gut, sowieso

Und immer geht 'ne neue Tür auf, irgendwo

Auch wenn's grad nicht so läuft, wie gewohnt

Egal, es wird gut, sowieso

Egal was kommt, es wird gut, sowieso

Immer geht 'ne neue Tür auf, irgendwo

Auch wenn's grad nicht so läuft, wie gewohnt

Egal, es wird gut, sowieso

 

Egal was kommt, es wird gut, sowieso

Immer geht 'ne neue Tür auf, irgendwo

Auch wenn's grad nicht so läuft, wie gewohnt

Egal, es wird gut, sowieso

GEDANKEN ZUR PREDIGT

Predigtgedanken zum Hit-From-Heaven-Sonntag 2018, Song "Sowieso" von Mark Forster, Autoren der Arbeitsgemeinschat Hit-From-Heaven-Sonntag: Pfarrerin Ines Fetzer, Pfarrerin Heike Käppeler, Pfarrer Jens Heller, Pfarrer Dr. Burkhard Freiherr von Dörnberg, Pfarrer Dr. Martin Abraham, Pfarrer Dr. Siegfried Krückeberg

  • Das Lied macht Spaß. Die Musik ist schwungvoll, der Text optimistisch. Der Refrain bleibt im Ohr: „Egal was kommt es wird gut sowieso.“ Aufmunternde Worte.

  • Und dann das Video. Da geht es erst richtig rund. Geradezu eine Karikatur des Textes. Wie wunderbar sich hier der Liedschreiber selbst auf die Schippe nimmt. Nichts klappt und trotzdem wird alles gut. Das werde ich mir zu Herzen nehmen - bei der nächsten Panne.

  • Das Lied hilft Distanz zu sich selbst zu bekommen. Nicht jedes Detail ist vielleicht so wichtig wie ich denke. Niemand ist perfekt und das ist gut so. Auf Perfektion sollte man im Leben sowieso nicht bauen. Was zählt wirklich in meinem Leben? Das Lied ist ein Anlass, darüber nachzudenken. Es rückt Dinge wieder zurecht, für alle, denen das Leben manchmal krumm kommt, deren Türme einstürzen und die das Glück vergeblich suchen. Das Leben verläuft auf Seitenwege, manchmal gibt’s Verlängerung und manchmal ist ein neuer Plan nötig. Eine neue Tür öffnet sich immer. Egal was kommt, es wird gut sowieso.

  • Zwischenruf: Es wird gut sowieso. Ein schöner Satz, ein wichtiger Satz, aber auch ein wahrer Satz?

  • Ich möchte jetzt kein Spielverderber sein. Aber ich frage mich, kann man das wirklich sagen, es wird gut sowieso? Gibt es nicht auch Situationen, denen ein solcher Satz ganz und gar nicht gerecht wird. Eine unheilbare Krankheit, Scheidung, Verlust der Arbeit… Es wird gut sowieso? Das klingt weder Mut machend noch lustig. Eher zynisch.

  • Nein, es wird nicht alles gut. Wer wollte das ernsthaft behaupten. Das Leben hinterlässt Wunden, die bestenfalls zu Narben werden. Manches Leiden begleitet uns ein Leben lang. Es wird nicht einfach gut sowieso. Manches scheitert, manche Hoffnung ist umsonst, manche Saat geht nicht auf.

  • Erinnern an die Schriftlesung: Auch der Sämann ist nicht in allem erfolgreich. Seine Saat fällt unter die Dornen und verdorrt. Die Vögel fressen sie. Der steinige Boden verhindert, dass die Pflanzen Halt finden. So manches ist vergebens. Vieles trägt Früchte, aber eben längst nicht alles.

  • Jesus vergleicht Gott mit einem Sämann, einem Bauern. Auch Gott sät nicht nur erfolgreich, das Misslingen liegt in den Dingen. Es gehört immer dazu. Darum sät Gott reichlich. Nicht alles muss gelingen, nicht aus allem etwas werden – und trotzdem gibt es etwas zu ernten.

  • Das Leben ist vielfältig und Gott hat reichlich gesät. Es wächst reichlich und es gibt genug zu ernten, auch wenn die Dinge anders kommen als erhofft und geplant. Das Leben ist Veränderung singt Mark Forster. Wie wahr.

  • Ein Schicksalsschlag heißt nicht zwingend, dass alles im Leben dunkel wird. Manche Menschen entdecken den Wert des Lebens neu, sie strahlen Freude und Stärke aus trotz allem. Beispiele dazu kennt wahrscheinlich jeder. Das ist beeindruckend und zeigt: die gute Saat ist trotzdem aufgegangen. Es ist reichlich gesät und es gibt genug zu ernten.

  • Wie finden wir guten Boden für unsere Saat? Wie finden wir die Tür, die sich öffnen lässt? Wie finden wir Strategien für ein realistisches und trotzdem hoffnungsvolles Leben?
    3 Dinge im Lied von Mark Forster regen mich zum Nachdenken an:

    • Geduld: Manchmal bekommt man die besten Karten erst am Schluss. Jedenfalls lohnt es sich immer wieder, damit zu rechnen und dem Leben weitere Chancen zu geben.

    • Erinnerung: Erinnerungen bleiben. Manche sagen, die Erinnerung ist das einzige Paradies aus dem man nicht vertrieben werden kann. Ja, es kann gut tun, aus der Erinnerung zu leben und dankbar zurückzublicken.

    • Der Blick nach vorn: Erinnerungen können auch schmerzen und uns Festhalten an etwas, das vorbei ist und das man besser loslassen würde. Wenn der alte Plan nicht mehr funktioniert, muss ein neuer Plan her: der Blick nach vorn bringt Linderung.

  • „Immer geht ne neue Tür auf irgendwo“ Jesus hat sich selbst als die Tür bezeichnet. Er ist die Tür zur Zukunft, egal wie aussichtslos die Situation auch sein mag. Diese Tür können wir nutzen, sie öffnet den Blick nach vorn.

  • Was kann das konkret heißen? Mark Forster beschreibt, dass er auf einer Reise nach New Orleans in den Vereinigten Staaten zu diesem Lied inspiriert wurde. Er hat dort an einer Straßenecke eine „Bläser-Crew“ gesehen, die „unfassbar“ gespielt hat und es auf seinem Handy aufgenommen. Solche Bläsergruppen sind oft bei Beerdigungen im Einsatz. Sie spielen vor der Beisetzung traurige und danach beschwingte Stücke. Der Tod und die Traurigkeit, die das Sterben mit sich bringt, werden nicht ausgeblendet. Sie sind Teil des Lebens. Aber dann ist wieder Freude angesagt, schwungvolles Leben.

  • Am Ende steht nicht das Leid, nicht der Tod, am Ende steht das Leben bei Gott. Dann wird alles gut - sowieso.

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Sommer 2019

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Grafik: GEP (gemeindebrief.evangelisch.de)
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Juli 2019

 

"Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn."

 

Jakobus 1,19

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